Das Trocknen & Dörren

Sie gilt als die älteste aller Konservierungsmethode, die leider immer mehr in Vergessenheit gerät. Seit Jahrtausenden wird die Kraft von Sonne und Wind genutzt, um die Haltbarkeit von Fleisch, Fisch, Getreide, Obst, Gemüse, Pilze und Kräuter zu erhöhen.
In der Restwärme des Backofens trockneten an trüben Herbst – und kalten Winterabenden Hutzeln und Kletzen und durchzogen das ganze Haus mit ihrem Duft. Neben Apfelringen dörrten frühere Generationen auch gerne Zwetschgen und Birnen, auf dem Kachelofen sorgten Apfelschalen und Quittenscheiben für angenehme Aromen, was eine anheimelnde Stimmung aufkommen ließ. Nachteil bei dieser Konservierungsmethode ist jedoch, dass hierbei wichtige Nährstoffe verloren gehen.

Vorbereitungen treffen

Ernten sie nur gesundes, ungespritztes und reifes Obst und Gemüse an trockenen, sonnigen Tagen. Nur dieses eignet sich zum Dörren. Fallobst empfiehlt sich daher nicht zum Trocknen. Nachdem man die Früchte in die gewünschte Größe geschnitten hat, taucht man besonders Apfelringe, Aprikosen, Birnenschnitze oder anderes hellhäutiges Obst kurz in verdünntes Zitronen- oder Salzwasser (5ml Zitronensaft oder 5g Salz/0,5 L). So wird die Helligkeit erhalten und es nimmt keinen „Braunschleier“ an.

Möglichkeit 1 des Dörrens – im FREIEN:

Das Trocknen an der Luft ist die älteste Art und Weise. Hierfür empfiehlt sich ein warmer und luftiger Ort wie der Dachboden oder ein geschützter Platz im Freien. Da es zu Verfärbungen führen kann, sollte man Obst nicht direktem Sonnenlicht aussetzen.

Möglichkeit 2 des Dörrens – im BACKOFEN:
Der Umluftherd eignet sich besonders gut zum Trocknen; aber auch im konventionellen Elektroherd erreicht man ein gutes Ergebnis.

Möglichkeit 3 des Dörrens – im DÖRRAUTOMAT:

Die Haltbarkeit beträgt beispielsweise ca. 3 Wochen für Fleisch. Bei Obst, Gemüse oder Kräuter hängt die Haltbarkeit von der Trockenintensität ab. Als Anhaltspunkt kann man von 2 Jahren für vollständig Getrocknetes und ca. 8 Wochen für halb Getrocknetes ausgehen.

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